cisis

Fragen und Antworten!

Gibt es CISIS / MyoRing in Deutschland?

Ja. Es gibt die Behandlung auch in Deutschland. Sowohl in München als auch in Hamburg wird die Behandlung von Keratokonus Spezialisten angeboten. Hier können Sie eine Anfrage an den jeweiligen Standort senden.

Terminvereinbarungen:

Deutschland

Hamburg +49-40-42916066

München +49-89-25557-194

Österreich

Wels +43-676-7900586 (Mo - Do: 8 - 12h)

Ybbs +43-7412-53110 (Mo - Do: 8 - 12h)

 

Wie lange dauert der Eingriff?

Der Eingriff dauert etwa 10-15 Minuten und wird in lokaler Betäubung mittels Augentropfen durchgeführt. Der Eingriff ist normalerweise völlig schmerzlos und nicht belastend. Auch nach der Behandlung bestehen normalerweise keine Schmerzen.

 

Wie sind die Ergebnisse bei der Behandlung von Keratokonus mittels CISIS / MyoRing?

Weltweit wurden bis Ende 2016 insgesamt ca. 9000 CISIS / MyoRing Eingriffe bei Keratokonus durchgeführt. Die Statistik während der letzten 9 Jahre zählt über 1000 derartige Eingriffe in Mitteleuropa. Dabei kam es fast immer zu einer Verbesserung der Sehschärfe, wobei das Ausmaß der Verbesserung auch meist vom Stadium der Erkrankung abhängt. CISIS / MyoRing zählt zu den sichersten Augenoperationen überhaupt und ist auch die derzeit bei weitem effektivste Behandlungsmöglichkeit des Keratokonus.

 

Welche Komplikationen gibt es?

Die Behandlung ist außerordentlich sicher und Komplikationen treten kaum auf. Von den über 1000 bisherigen Eingriffen bei regulärem Keratokonus in Mitteleuropa traten von den denkbar möglichen Komplikationen die im Aufklärungsbogen aufgeführt sind, die folgenden in dieser Häufigkeit auf:

Perforation: < 0.1% 

Infektion: < 0.1% 

Extrusion: < 0.2%

 

Mit welchen Nebenwirkungen muss man rechnen?

Im Wesentlichen gibt es 2 Nebenwirkungen die von Bedeutung sind.

Halos: Dabei handelt es sich um Lichtreflexe um Lichtquellen in der Nacht. Diese Nebenwirkung tritt unmittelbar postoperativ in ca. 30% auf. Diese Halos werden mit zunehmender Sehschärfe in den Monaten nach dem Eingriff schwächer, sodass sie nach etwa 6 Monaten nur mehr bei etwa 2-3% störend sind.

Unter- oder Überkorrektur: In etwa 10% der Fälle kann es zu einer Unter- oder Überkorrektur des Keratokonus durch den MyoRing kommen. In diesen Fällen muß der MyoRing nach ca. 3 Monaten gegen einen stärkeren oder schwächeren MyoRing getauscht werden. Das Austauschen des MyoRing wird dem Patienten nicht verrechnet. Der Austausch dauert normalerweise nur ca. 1 Minute und ist schmerzfrei.

 

Ich bin ein Angstpatient. Kann ich CISIS in Narkose durchführen lassen?

Normalerweise nicht. Der Grund ist, dass der Patient beim Einbringen des MyoRing eine Lichtquelle in einem speziellen Operationsmikroskop fixieren muss, sodass der MyoRing entsprechend zentriert werden kann.

 

Stimmt es, dass CISIS völlig reversibel ist.

Ja. Der MyoRing ist auf sehr einfache Weise wieder zu entfernen. Die Prozedur ist nicht belastend und normalerweise völlig schmerzfrei. Sie dauert weniger als eine Minute. Das Auge ist dann normalerweise wieder so wie vorher. Es kommt aber praktisch nie vor, dass ein MyoRing bei Keratokonus dauerhaft entfernt werden muss.

 

Kann der MyoRing das Fortschreiten des Keratokonus stoppen?

Ja. Die Nachbeobachtungen von mittlerweile 9 Jahren zeigen, dass es zu keiner messbaren Progression nach MyoRing Implantation kommt. Die Erklärung ist folgende: Da der MyoRing ein geschlossener Ring ist, kann er die Spannungskräfte in der Hornhaut, die in der MyoRing Ebene wirken, aufnehmen. Er wirkt daher analog wie ein Träger unter einer Zimmerdecke der die Last, die auf die Zimmerdecke wirkt aufnehmen kann. Durch den MyoRing wird die Hornhaut daher um das 2-3 fache verstärkt. Das ist beim Keratokonus besonders wichtig, da die Progression beim Keratokonus durch eine entsprechende Gewebsschwäche charakterisiert ist. Grundsätzlich ist zwar ein zusätzliches Crosslinking möglich aber normalerweise nicht notwendig. Sollte, jemals eine Progression auftreten, wäre auch nach CISIS jederzeit ein Crosslinking möglich. Bisher war das nicht notwendig. Entscheidend für den Stopp des Fortschreitens ist, dass sich der operierende Augenarzt exakt an ein klar definiertes Behandlungsschema hält um die stabilisierende Wirkung des MyoRing nutzen zu können.

 

Was ist besser: MyoRing oder Crosslinking? 

Das kann man so nicht sagen. Es bestehen unterschiedliche Indikationen. Crosslinking ist sinnvoll und effektiv, wenn in einem frühen Stadium der Erkrankung die Sehschärfe noch sehr gut ist und es zu einem Fortschreiten der Erkrankung kommt. Dabei muss die Hornhautdicke mindestens 400 Mikrometer an der dünnsten Stelle betragen. Crosslinking führt aber zu keiner Sehverbesserung! Der MyoRing (CISIS) ist besonders sinnvoll und effektiv, wenn der Patient keine volle Sehschärfe mehr hat. Der MyoRing führt zu einer Sehverbesserung UND einem Stopp des Fortschreitens der Erkrankung und kann Hornhauttransplantation und Kontaktlinsen in den meisten Fällen ersetzen.

 

Gibt es Nähte? 

Nein! Bei CISIS gibt es keine Nähte! Der Zugang in die Hornhaut verschließt sich von selbst und in wenigen Stunden. Sie verwechseln das mit Ring Segmenten bei denen ein radiärer Einschnitt in die Hornhaut gemacht werden muss, der breit klaffen und zu erheblichen Komplikationen führen würde, wenn er nicht genäht würde. Das gibt es bei CISIS / MyoRing nicht.

 

Gibt es Erfahrungsberichte von Patienten?

Wir lehnen marktschreierische Werbung in der Medizin ab. Daher fragen wir Patienten nicht, ob Sie sich für einen Erfahrungsbericht auf der Website zur Verfügung stellen wollen. Man müsste dann ja auch die Personendaten bekannt machen um für die Leser sicherzustellen, dass es sich um einen echten Patientenbericht handelt und nicht, wie vielfach auf Website anzutreffen, um gestellte Berichte. Wenn aber ein Patient von sich aus meint, er kann anderen Patienten mit einem solchen Bericht helfen eine Entscheidung zu treffen, dann veröffentlichen wir diese Stellungnahme gerne. So hat uns kürzlich Herr Deimel, der vor Jahren auf einem Auge und erst kürzlich am anderen Auge wegen Keratokonus mittels CISIS behandelt wurde, von sich aus einen Erfahrungsbericht übergeben, den er in der Zeitschrift "Diaplant aktuell" veröffentlicht hat. Diesen Bericht finden Sie hier.

 

Wie hoch sind die Kosten für CISIS? 

Die Kosten der Behandlung betragen normalerweise 3000,- Euro pro Auge.

Die Kosten für die Voruntersuchung samt ausführlicher Befundbesprechung sind regional verschieden:

Ybbs (Kassenpraxis): Für in Österreich gesetzlich Versicherte kostenfrei.

Wels: 120,- Euro

München und Hamburg: 200,- Euro

 

Übernehmen die Kassen in Österreich oder Deutschland die Kosten für CISIS?

Es sind in beiden Ländern Fälle bekannt, wo die Kassen Kosten übernommen haben. Die übliche Vorgangsweise ist so, dass Sie nach der Untersuchung einen Antrag für eine Kostenübernahme mit ausführlicher Begründung erhalten. Diese Unterlagen können Sie dann bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

 

 

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