cisis

Fragen und Antworten!

Gibt es CISIS / MyoRing auch in Deutschland?

Ja. Ab Jänner 2017 wird die Methode auch in München angeboten. Eine Anfrage kann man hier senden. Terminvereinbarungen sind unter 015146839683 möglich.

 

Ich bin aus Norddeutschland und der Weg nach Österreich oder Bayern zu einer Untersuchung ist relativ weit für mich. Gibt es eine Möglichkeit abzuschätzen ob ich für eine CISIS geeignet wäre bevor ich zu ihnen zu einer Untersuchung komme? 

Ja.

Sie können über das Formular vorab Kontakt aufnehmen. Sie erfahren dann welche Untersuchungen Sie eventuell vorab zusenden können um dies abzuklären

 

Da ich eine Anreise von ca. 800 km habe und die Behandlung in Wels (Österreich) durchführen lassen möchte, wäre es angenehm, wenn man die Untersuchung und die Behandlung in einem Aufenthalt durchführen könnte. Ist das möglich? 

Ja.

Voruntersuchung am Montag

Behandlung am Dienstag

Nachkontrolle am Mittwoch

Voruntersuchung, Behandlung und Nachkontrolle finden dabei jeweils in Wels statt:

Gesundheitscenter St. Stephan

4600 Wels

Salzburgerstrasse 65

Terminanfrage unter +49 151 46839683 oder über das Formular.

Fast alle Züge zwischen Deutschland und Wien halten in Wels. 

 

Wie lange dauert der Eingriff?

Der Eingriff dauert etwa 10-15 Minuten und wird in lokaler Betäubung mittels Augentropfen durchgeführt. Der Eingriff ist normalerweise völlig schmerzlos und nicht belastend. Auch nach der Behandlung bestehen normalerweise keine Schmerzen.

 

Wie sind die Ergebnisse bei der Behandlung von Keratokonus mittels CISIS / MyoRing?

Weltweit wurden bis Ende 2016 insgesamt ca. 8300 CISIS / MyoRing Eingriffe bei Keratokonus durchgeführt. Die persönliche Statistik (Dr. Daxer) während der letzten 9 Jahre zählt gut 1000 derartige Eingriffe. Dabei kam es fast immer zu einer Verbesserung der Sehschärfe, wobei das Ausmaß der Verbesserung auch meist vom Stadium der Erkrankung abhängt. Nur 3 MyoRinge mussten wieder entfernt werden (siehe unten). CISIS / MyoRing ist daher die derzeit bei weitem effektivste Behandlungsmöglichkeit des Keratokonus.

 

Welche Komplikationen gibt es?

Von den ca. 1000 bisherigen Eingriffen bei Keratokonus (siehe oben) traten von den denkbar möglichen Komplikationen die im Aufklärungsbogen aufgeführt sind, die folgenden in dieser Häufigkeit auf:

Perforation: 0

Infektion: 0

Gefäßverschluß: 0

Extrusion: 2

Nur 3 MyoRinge von 1000 mußten bisher wieder entfernt werden (Nachbeobachtungszeit 9 Jahre): Zwei wegen ungenügender Korrektur bei extrem fortgeschrittenen Keratokonus, wo keine signifikante Verbesserung der Sehschärfe erreicht werden konnte und anschließend eine Hornhauttransplantation, wie ohnedies ursprünglich geplant, durchgeführt wurde. Bei 2 Augen mit extrem fortgeschrittenen Keratokonus kam es zu einer Extrusion. CISIS / MyoRing ist daher in der Hand eines in dieser Therapie erfahrenen Arztes die bei weitem sicherste und effektivste Keratokonus Behandlung die es derzeit gibt.

 

Mit welchen Nebenwirkungen muss man rechnen?

Im Wesentlichen gibt es 2 Nebenwirkungen die von Bedeutung sind.

Halos: Dabei handelt es sich um Lichtreflexe um Lichtquellen in der Nacht. Diese Nebenwirkung tritt unmittelbar postoperativ in ca. 30% auf. Diese Halos werden mit zunehmender Sehschärfe in den Monaten nach dem Eingriff schwächer, sodass nach etwa 6 Monaten nur mehr etwa 2-3% darunter leiden.

Unter- oder Überkorrektur: In etwa 10% der Fälle kann es zu einer Unter- oder Überkorrektur des Keratokonus durch den MyoRing kommen. In diesen Fällen muß der MyoRing nach ca. 3 Monaten gegen einen stärkeren oder schwächeren MyoRing getauscht werden. Details siehe Kapitel Keratokonus.

 

Ich bin ein Angstpatient. Kann ich CISIS in Narkose durchführen lassen?

Normalerweise nicht. Der Grund ist, dass der Patient beim Einbringen des MyoRing eine Lichtquelle in einem speziellen Operationsmikroskop fixieren muss, sodass der MyoRing entsprechend zentriert werden kann.

 

Stimmt es, dass CISIS völlig reversibel ist.

Ja. Der MyoRing ist auf sehr einfache Weise wieder zu entfernen. Die Prozedur ist nicht belastend und normalerweise völlig schmerzfrei. Sie dauert weniger als eine Minute. Das Auge ist dann normalerweise wieder so wie vorher. Es kommt aber praktisch nie vor, dass ein MyoRing bei Keratokonus entfernt werden muss.

 

Kann der MyoRing das Fortschreiten des Keratokonus stoppen?

Ja. Die Nachbeobachtungen von mittlerweile 9 Jahren zeigen, dass es praktisch zu keiner Progression nach MyoRing Implantation kommt. Die Erklärung ist folgende: Da der MyoRing ein geschlossener Ring ist, wirkt er so, wie ein Träger unter einer Zimmerdecke der die Last, die auf die Zimmerdecke wirkt übernehmen kann - ein gespaltener Träger kann dies natürlich nicht. Durch den MyoRing wird die Hornhaut daher entsprechend verstärkt, was beim Keratokonus besonders wichtig ist, da die Progression beim Keratokonus durch eine entsprechende Gewebsschwäche charakterisiert ist die es verhindert, dass die Hornhaut der Belastung durch den trans-kornealen Druck dauerhaft standhalten kann. Von den ca. 1000 mit CISIS behandelten Patienten (Dr. Daxer) ist nur ein Fall mit einer fraglichen Progression in Diskussion, wobei in diesem Fall nur die Hornhautdicke einer gewissen zeitlichen Variation unterworfen ist - die K-Werte und die Sehschärfe hat sich postoperativ nicht geändert! Es war daher bisher bei diesem einen fraglichen Patienten keine Intervention wegen Progression notwendig. Sollte aber dennoch einmal bei einem Patienten eine Progression auftreten, könnte man jederzeit noch ein Crosslinking anschließen.

 

Was ist besser: MyoRing oder Crosslinking? 

Das kann man so nicht sagen. Es bestehen unterschiedliche Indikationen. Crosslinking ist sinnvoll und effektiv, wenn in einem frühen Stadium der Erkrankung die Sehschärfe noch sehr gut ist und es zu einem Fortschreiten der Erkrankung kommt. Dabei muss die Hornhautdicke mindestens 400 Mikrometer an der dünnsten Stelle betragen. Crosslinking führt aber zu keiner Sehverbesserung! Der MyoRing (CISIS) ist besonders sinnvoll und effektiv, wenn der Patient keine volle Sehschärfe mehr hat. Der MyoRing führt zu einer Sehverbesserung UND einem Stopp des Fortschreitens der Erkrankung und kann Hornhauttransplantation und Kontaktlinsen in den meisten Fällen ersetzen.

 

Gibt es Nähte? 

Nein! Bei CISIS gibt es keine Nähte! Der Zugang in die Hornhaut verschließt sich von selbst und in wenigen Stunden. Sie verwechseln das mit Ring Segmenten bei denen ein radiärer Einschnitt in die Hornhaut gemacht werden muss, der breit klaffen und zu erheblichen Komplikationen führen würde, wenn er nicht genäht würde. Das gibt es bi CISIS / MyoRing nicht.

 

Gibt es Erfahrungsberichte von Patienten?

Wir lehnen marktschreierische Werbung in der Medizin ab. Daher fragen wir Patienten nicht, ob Sie sich für einen Erfahrungsbericht auf der Website zur Verfügung stellen wollen. Man müsste dann ja auch die Personendaten bekannt machen um für die Leser sicherzustellen, dass es sich um einen echten Patientenbericht handelt und nicht, wie vielfach auf Website anzutreffen, um gestellte Berichte. Wenn aber ein Patient von sich aus meint, er kann anderen Patienten mit einem solchen Bericht helfen eine Entscheidung zu treffen, dann veröffentlichen wir diese Stellungnahme gerne. So hat uns kürzlich Herr Deimel, der vor Jahren auf einem Auge und erst kürzlich am anderen Auge wegen Keratokonus mittels CISIS behandelt wurde, von sich aus einen Erfahrungsbericht übergeben, den er in der Zeitschrift "Diaplant aktuell" veröffentlicht hat. Diesen Bericht finden Sie hier.

 

Wie hoch sind die Kosten für CISIS? 

Die Kosten der Behandlung betragen normalerweise 3000,- Euro pro Auge.

 

Übernehmen die Kassen in Deutschland die Kosten für CISIS?

Es sind Fälle bekannt, wo die Kassen Kosten übernommen haben. Die übliche Vorgangsweise ist so, dass Sie nach der Untersuchung einen Befund mit einem Kostenvoranschlag erhalten sowie einen Antrag für eine Kostenübernahme mit ausführlicher Begründung. Diese Unterlagen können Sie dann bei Ihrer Krankenkasse einreichen. In Österreich werden die Kosten selten übernommen.

 

Wie erfolgt die Bezahlung?

Das Honorar kann entweder vorab mittels Überweisung oder vor Ort am Tag des Eingriffes bar oder mittels Kreditkarte bzw. Bankomatkarte beglichen werden.

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