cisis

Fragen und Antworten!

Hier erhalten Sie Antworten auf verschiedene Fragen die von Patienten gestellt werden.

 

 

Wo kann man einen MyoRing einsetzen lassen?

Diese Eingriffe werden in Wels (Österreich) sowie in München und Hamburg (Deutschland) durchgeführt. 

Terminvereinbarungen:

Deutschland

Hamburg +49 40 42916066

München +49 151 46839683

Österreich

Voruntersuchung: Ybbs +43-7412-53110 (Mo - Do: 8 - 12h)

(A1 Autobahnabfahrt Ybbs zwischen Linz und Wien)

Eingriff: Wels +43-676-7900586 (Mo - Do: 8 - 12)

 

 

Kann man den MyoRing auch nach Crosslinking einsetzen?

Ja, das ist grundsätzlich kein Problem. Es kann aber bei sehr fortgeschrittenen Fällen, wenn man schon den stärksten MyoRing einsetzen muß sein, dass dieser dann eventuell zu schwach ist weil die Hornhaut überdurchschnittlich gehärtet ist und nicht mehr ausreichend durch den MyoRing verformbar. In weniger extremen Fällen wo der Keratokonus nicht den absolut stärksten MyoRing benötigt nimmt man einfach den nächst stärkeren MyoRing, der ohne Crosslinking notwendig wäre. Damit kann man den negativen Effekt der Versteifung der Hornhaut nach Crosslinking auf die Verbesserung der Hornhautgeometrie durch den MyoRing kompensieren.

 

 

Wie lange dauert der Eingriff?

Der Eingriff dauert etwa 10-15 Minuten und wird in lokaler Betäubung mittels Augentropfen durchgeführt. Der Eingriff ist normalerweise völlig schmerzlos und nicht belastend. Auch nach der Behandlung bestehen normalerweise keine Schmerzen.

 

 

Wie sind die Ergebnisse bei der Behandlung von Keratokonus mittels MyoRing?

Weltweit wurden bis Ende 2017 insgesamt ca. 10 000 CISIS / MyoRing Eingriffe bei Keratokonus durchgeführt. In über 95% gibt es eine z.T. erhebliche Sehverbesserung. CISIS / MyoRing zählt zu den sichersten Augenoperationen überhaupt und ist auch die derzeit bei weitem effektivste Behandlungsmöglichkeit des Keratokonus.

 

 

Was ist nach dem Eingriff zu beachten?

Das wichtigste nach dem Eingriff ist die Tropftherapie. Unmittelbar nach dem Eingriff erhalten Sie Augentropfen. Am Tag des Eingriffes und die darauffolgenden 3 Tage müssen Sie die Augentropfen stündlich tropfen (außer beim Schlafen). Dann für weitere 10 Tage 5 mal täglich. Die Augentropfen sind eine Kombination aus Antibiotikum und Kortison, z.B. Betnesol N oder Dexagenta POS oder Tobradex oder wirkungsgleiche Augentropfen.

Sie sollten nach dem Eingriff möglichst nicht an den Augen reiben und nichts in die Augen bringen.

 

 

Welche Komplikationen gibt es?

Die Behandlung ist außerordentlich sicher und Komplikationen treten kaum auf. Von den über 1500 bisherigen Eingriffen die Dr. Daxer in den vergangenen 10 Jahren durchgeführt hat traten von den denkbar möglichen Komplikationen die im Aufklärungsbogen aufgeführt sind, die folgenden in dieser Häufigkeit auf:

Perforation: < 0.2% 

Infektion: < 0.1% 

Extrusion: < 1%

Diese Komplikationen waren immer beherrschbar. CISIS / MyoRing gehört zu den sichersten Eingriffen in der Augenheilkunde.

 

 

Mit welchen Nebenwirkungen muß man rechnen?

Im Wesentlichen gibt es 2 Nebenwirkungen von Bedeutung:

Halos: Dabei handelt es sich um Lichtreflexe um Lichtquellen in der Nacht. Diese Nebenwirkung tritt unmittelbar postoperativ in ca. 30% auf. Diese Halos werden mit zunehmender Sehschärfe in den Monaten nach dem Eingriff schwächer, sodass sie nach etwa 6 Monaten nur mehr bei etwa 2-3% störend sind.

Unter- oder Überkorrektur: In etwa 10% der Fälle kann es zu einer Unter- oder Überkorrektur des Keratokonus durch den MyoRing kommen. In diesen Fällen muß der MyoRing nach ca. 3 Monaten gegen einen stärkeren oder schwächeren MyoRing getauscht werden. Das Austauschen des MyoRing wird dem Patienten nicht verrechnet. Der Austausch dauert normalerweise nur ca. 1 Minute und ist schmerzfrei.

 

 

Ich bin ein Angstpatient. Kann ich CISIS in Narkose durchführen lassen?

Normalerweise nicht. Der Grund ist, dass der Patient beim Einbringen des MyoRing eine Lichtquelle in einem speziellen Operationsmikroskop fixieren muss, sodass der MyoRing entsprechend zentriert werden kann.

 

 

Stimmt es, dass CISIS reversibel ist.

Ja. Der MyoRing ist auf sehr einfache Weise wieder zu entfernen. Die Prozedur ist nicht belastend und normalerweise völlig schmerzfrei. Sie dauert weniger als eine Minute. Das Auge ist dann normalerweise wieder so wie vorher. Es kommt aber praktisch nie vor, dass ein MyoRing bei Keratokonus dauerhaft entfernt werden muss.

 

 

Kann der MyoRing das Fortschreiten des Keratokonus stoppen?

Ja. Die Nachbeobachtungen von mittlerweile über 10 Jahren zeigen, dass es zu keiner messbaren Progression nach MyoRing Implantation kommt. Die Erklärung ist folgende: Da der MyoRing ein geschlossener Ring ist, kann er die Spannungskräfte in der Hornhaut, die in der MyoRing Ebene wirken, aufnehmen. Er wirkt daher analog wie ein Träger unter einer Zimmerdecke der die Last, die auf die Zimmerdecke wirkt aufnehmen kann. Durch den MyoRing wird die Hornhaut daher um das ca.3 fache verstärkt. Das ist beim Keratokonus besonders wichtig, da die Progression beim Keratokonus durch eine entsprechende Gewebsschwäche charakterisiert ist. Grundsätzlich ist zwar ein zusätzliches Crosslinking möglich aber normalerweise nicht notwendig. Sollte, jemals eine Progression auftreten, wäre auch nach CISIS jederzeit ein Crosslinking möglich. Bisher war das nicht notwendig. Entscheidend für den Stopp des Fortschreitens ist, dass sich der operierende Augenarzt exakt an ein klar definiertes Behandlungsschema hält um die stabilisierende Wirkung des MyoRing nutzen zu können.

 

 

Was ist besser: MyoRing oder Crosslinking?

Das kann man so nicht sagen. Es bestehen unterschiedliche Indikationen. Crosslinking ist sinnvoll und effektiv, wenn in einem frühen Stadium der Erkrankung die Sehschärfe noch sehr gut ist und es zu einem Fortschreiten der Erkrankung kommt. Dabei muss die Hornhautdicke mindestens 400 Mikrometer an der dünnsten Stelle betragen. Crosslinking führt aber zu keiner Sehverbesserung! Der MyoRing (CISIS) ist besonders sinnvoll und effektiv, wenn der Patient keine volle Sehschärfe mehr hat. Der MyoRing führt zu einer Sehverbesserung UND einem Stopp des Fortschreitens der Erkrankung und kann Hornhauttransplantation und Kontaktlinsen in den meisten Fällen ersetzen.

 

 

Wie hoch sind die Kosten für CISIS / MyoRing?

Die Kosten der Behandlung betragen normalerweise 3000,- Euro pro Auge.

Die Kosten für die Voruntersuchung samt ausführlicher Befundbesprechung sind regional verschieden:

1. Ybbs (Kassenpraxis Dr. Daxer): Für in Österreich gesetzlich Versicherte kostenfrei.

2. München (Dr. Daxer, Dr. Drumm) und Hamburg (Dr. Steinberg, Dr. Linke): 200,- Euro

3. Telemedizinische Konsultation (Dr. Daxer) wenn aktuelle Befunde vorliegen (Anmeldung über +43-676-7900586): 120,- Euro

 

 

Übernehmen die Krankenkassen in Österreich oder Deutschland die Kosten für die Operation des Keratokonus?

Es sind in beiden Ländern einzelne Fälle bekannt, wo die Kassen Kosten übernommen haben. Die übliche Vorgangsweise ist so, dass Sie nach der Untersuchung einen Antrag für eine Kostenübernahme mit ausführlicher Begründung erhalten. Diese Unterlagen können Sie dann bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

 

 

 

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