cisis

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Welche Behandlungen werden gewöhnlich angeboten?

Kontaktlinse

In der frühen Phase der Erkrankung führen harte Kontaktlinsen noch zu einer brauchbaren Sehfunktion. Bei Fortschreiten der Erkrankung entwickelt sich aber oft eine Kontaktlinsenunverträglichkeit - auch ist dann die Hornhaut oft zu steil damit die Kontaktlinse stabil sitzt.

Hornhauttransplantation

Zn Hornhauttransplantation

Wenn eine Kontaktlinse nicht vertragen wird ist der traditionelle Ansatz eine Hornhauttransplantation durchzuführen, wie im nebenstehenden Bild gezeigt. Bei Hornhauttransplantation besteht eine ziemlich lange Heilungszeit von über 1 Jahr, in der die Nähte in der Hornhaut verbleiben und in der z.T. erhebliche Reizzustände des Auges und andere unangenehme Beeinträchtigungen bestehen. Auch sind Abstoßungsreaktionen möglich. Außerdem ist das Ergebnis einer Hornhauttransplantation sehr variabel und häufig äußerst unbefriedigend. Es besteht vielfach eine sehr schlechte Sehschärfe, die für die Patienten oft unbefriedigend ist. Der Grund ist, dass das Spendermaterial nicht nach optischen und strukturellen Gesichtspunkten ausgesucht werden kann. Daher kann auch das Einnähen der Spenderhornhaut nicht wirklich darauf abgestimmt werden. Die Variationsbreite der Ergebnisse ist sehr hoch - wobei vielfach auch nach der Hornhaut Transplantation eine stark irreguläre Hornhaut vorherrscht die meist nur mit harter Kontaktlinse eine einigermaßen brauchbare Sehfunktion ergibt. Eine sehr gute Möglichkeit die schlechte Sehschärfe nach Hornhauttransplantation zu verbessern ist auch durch CISIS mit MyoRing möglich. Siehe Fallbeispiele.

Crosslinking

Eine Möglichkeit, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten ist „Corneal Crosslinking“ (CXL). CXL führt aber zu keiner visuellen Rehabilitation, sondern der Konus bleibt bestehen! Diese Behandlung ist daher nur in frühen Stadien der Erkrankung bei nachweislicher Progression und noch guter Sehschärfe sinnvoll. Bei CXL wird vor der Behandlung Riboflavin in ausreichender Konzentration in das Hornhautgewebe gebracht welches dann durch eine intensive UV-A Bestrahlung der Hornhaut zu einer Verstärkung des Hornhautgewebes führt. Für eine Behandlung mittels CXL sind mindestens 400 Mikrometer Hornhautdicke vorgeschrieben um eine dauerhafte Schädigung des Endothels durch das intensive UV Licht zu vermeiden. Das Endothel ist an der Rückseite (Innenseite) der Hornhaut angebracht. Es ist für die Aufrechterhaltung der Transparenz der Hornhaut von essentieller Bedeutung. Der Wert von mindestens 400 Mikrometer für die Hornhautdicke gilt bei der sog.epi-off Technik, bei der das Epithel vor der Behandlung entfernt werden muss damit genügend Riboflavin in die Hornhaut gelangen kann. Die Entfernung des Epithels führt für einige Tage zu postoperativen Schmerzen. Die sog. Epi-on Technik, bei der das Epithel auf der Hornhaut verbleibt um postoperative Schmerzen zu vermeiden, wird in qualifizierten Studien als nicht effektiv bewertet. Hier reicht die Riboflavin Konzentration für eine effektive Behandlung nicht aus, da das Epithel eine Barriere für das Eindringen des Riboflavin darstellt. Eine ausreichende Riboflavin Konzentration ist aber nicht nur für eine effektive Verstärkung des Hornhautgewebes durch die UV Bestrahlung notwendig, sondern wirkt auch als Strahlenschutz gegen die Schädigung des empfindlichen Endothels.

Ring Segmente (ICRS)

Zur Rehabilitation der Sehfunktion werden auch Ring Segmente (ICRS) wie z.B. Keraring, Ferrararing und Intacs zur Implantation in die Hornhaut angeboten. Diese können in frühen Stadien oft eine gewisse Sehverbesserung herbeiführen, leiden aber unter einer vergleichsweise schlechten Vorhersagbarkeit der Ergebnisse und relativ häufigen postoperativen Komplikationen (z.B. Extrusionen), da sie Enden aufweisen. Durch Segmente kann das Fortschreiten des Keratokonus nicht gestoppt werden. Auf Grund ihres eingeschränkten Wirkungsspektrums und der relativ hohen postoperativen Komplikationsraten können Ring Segmente (ICRS) heute als obsolet betrachtet werden.

CISIS / MyoRing

CISIS mit MyoRing ist ein vergleichsweise neuer Ansatz zur Keratokonus Behandlung. Diese Technologie überwindet die besonderen Probleme der Ring Segmente (ICRS) und erlaubt die Erzielung langfristig hervorragender Ergebnisse in einem minimal-invasiven Eingriff ohne relevante Komplikationen. Mit keinem anderen Verfahren können nachhaltig derart gute Ergebnisse erzielt werden. CISIS kann nicht mehr durchgeführt werden, wenn die Hornhautdicke unter 350 Mikrometer liegt. Dann ist nur mehr eine Hornhauttransplantation möglich.

Vergleich der Behandlungsmethoden

Der MyoRing ist kein Ring Segment (ICRS), sondern ein strukturell und mechanisch vollständiger Ring! Dadurch ergeben sich bedeutende Unterschiede hinsichtlich Behandlungsablauf, Behandlungsspektrum, Sicherheit und biomechanischer Stabilisierung der Hornhaut. Die Unterschiede sind bedeutend und in der Tabelle unten dargestellt. Die Ergebnisse bei CISIS / MyoRing Behandlung des Keratokonus sind vergleichsweise hervorragend - bei gleichzeitig extrem hoher Sicherheit des Eingriffes.

Dieses Bild zeigt die Vor- und Nachteile der verschiedenen Behandlungsmethoden beim Keratokonus
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